Vorträge

Elektroschrott – Wert- und Reststoffe auf verschlungenen Wegen
20.02.2014

Beim zweiten Vortrag der diesjährigen Reihe "Fair handeln" am Donnerstag, den 20.02.2014 referierte Werner Block, Vorstand der GDW Süd zum Thema "Elektroschrott - Wert- und Reststoffe auf verschlungenen Wegen". Das weltweite Aufkommen an Elektroschrott wird auf 20 - 50 Millionen Tonnen geschätzt, davon in Deutschland ca. 820.000 Tonnen. Die Rücklaufquote liegt bei ca. 40 %, bei Handys nur 5 %. Elektroschrott bezieht sich auf Haushaltsgroß- und -kleingeräte, IT, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, elektrische Werkzeuge, Spielzeug, Sport- und Freizeitgeräte sowie medizinische Geräte. Der Elektroschrott wird in schadstoffhaltig und wiederverwertbar getrennt. In Deutschland gibt es verschiedene Sammelsysteme wie öffentlich-rechtlich über Elektro-Altgeräte- Register, Eigenrücknahmesysteme, gewerbliche Sammlungen oder private Zweitverwendung. Für die Verwertung spricht die Ressourcengewinnung, Schadstoffbeseitigung und bessere Energieeffizienz. Für die Wiederverwendung spricht Ressourcenschonung und der Anreiz für nachhaltigere Produkte. Elektro-Altgeräte sind Abfall, zum Teil sogar gefährlicher Abfall. Leider werden Elektro- Altgeräte als Ware deklariert und somit als frei handelbares Wirtschaftsgut. Dieses wird dann z. B. in Containern nach Ghana verschifft, wo Kinder die Geräte unter Lebensgefahr auseinanderbauen und die verwertbaren Metalle, Kabel, Leiterplatten usw. wieder verkaufen. Bei einem Sozialunternehmen wie der GDW, wo Behinderte in zertifizierten Partnerwerkstätten die Geräte kontrolliert und unter hoher Sicherheit manuell demontieren und Schadstoffe entfrachten, gibt es die maximale Transparenz gegenüber Kunden und Öffentlichkeit. Es wird mit einem weiteren Ansteigen des Elektro-Schrott-Aufkommens und weiterer Ressourcenverknappung (natürlich oder künstlich durch politische Einflussnahme → seltene Erden) gerechnet. Was können wir tun?

- Keinen Elektro-Schrott in den Restmüll
- Vermeidung ist besser als Wiederverwendung
- Wiederverwendung ist besser als Verwertung
- Langlebige Geräte kaufen
- Elektro-Schrott nur seriösen Verwertern überlassen
- Interesse für die Thematik zeigen und bei Verwaltung/Politik nachfragen.

Spielzeug – Verantwortlich einkaufen, fair beschaffen
23.01.2014

Aus der Reihe "Fair handeln" fand am Donnerstag, den 23.01.2014, der Vortrag "Spielzeug - Verantwortlich einkaufen, fair beschaffen" im Gemeindehaus auf dem Roßbühl statt. Der Referent, Herr Uwe Kleinert von der Werkstatt Ökonomie aus Heidelberg, erläuterte sehr anschaulich, dass die Spielzeugproduktion zu 80 % aus China kommt. Es gibt dort ca. 10.000 Fabriken mit bis zu 3 Mio. Beschäftigten, die einem erheblichen Preiskampf und Druck ausgesetzt sind. Arbeitszeiten von 90 Stunden pro Woche, unbezahlte Überstunden, fehlender Gesundheitsschutz, keine Sozial- und Unfallversicherungen sind weit verbreitet. Für den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen setzt sich seit 1999 die Aktion "fair spielt" ein. Erst ab 2003 konnten Fabrikkontrollen und der ICTI-Kodex als Zertifizierung für Fabriken, die die Vorgaben einhalten, erreicht werden. Aktuell sind 1.095 Betriebe überwiegend in China zertifiziert. Verbraucher/innen und Beschaffer/innen benötigen glaubwürdige Informationen, um verantwortlich einkaufen zu können. Eine Option ist die Firmenliste von www.fair-spielt.de im Internet. Weiterhin sind Spielsachen aus Fairem Handel von den Weltläden (Anbieter z. B. El Puente, Gepa) oder aus Behinderten-Werkstätten eine Möglichkeit, wie man faire Regeln in der Spielzeugindustrie und Menschenrechte ins Spiel bringen kann. Es liegen verschiedene Broschüren und Info-Material im Weltladen aus.

Zum Herunterladen gibt es die Präsentation

WELTLADEN KORNTAL
Fachgeschäft für fairen Handel 

WELTLADEN KORNTAL

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